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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0006766504 676650 -   € -   €
 
 
 

Norddeutsche Affinerie kaufen


18.12.2008
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Marc Gabriel, empfiehlt weiterhin, die Aktien der Norddeutschen Affinerie (ISIN DE0006766504 / WKN 676650) zu kaufen.

Der CEO Dr. Bernd Drouven habe im ersten Jahr als Konzernlenker ein neues Rekordergebnis erwirtschaftet. Daran sollten die Aktionäre mit einer auf 1,60 Euro (1,45 Euro) erhöhten Dividende partizipieren. Der Umsatz habe sich auf 8,385 Milliarden Euro belaufen. Das EBITDA habe 475 Millionen Euro und das EBIT 383 Millionen Euro betragen. Der bereinigte Nettogewinn habe bei 235,4 Millionen Euro gelegen.

Die Abweichungen den Erwartungen der Analysten vom Bankhaus Lampe seien durch die deutlich höheren Bewertungs- und Einmaleffekte begründet, die erwartungsgemäß für positive Überraschungseffekte gesorgt hätten. Diese Effekte würden angabegemäß für das Gesamtjahr etwa 73 Mio. Euro betragen, nach dem diese nach neun Monaten noch mit 31 Mio. Euro beziffert worden seien. Damit habe die Norddeutsche Affinerie erneut unter Beweis gestellt, dass das Unternehmen die Kupferpreisentwicklung gut genutzt habe und positive Ergebnisse aus Backwardation und dem Bestandsabbau habe erzielen können. Die auf 92 Mio. Euro (Vj.: 58 Mio. Euro) gestiegenen Abschreibungen seien wesentlich in der Abschreibung der Cumerio-Gesellschaften begründet. Das Unternehmen nutze hier die gute Ertragslage und könne die notwendigen Abschreibungen verkraften.


Der starke Preisverfall bei Kupfer werde das laufende erste Quartal des neuen Geschäftsjahres jedoch weiter deutlich negativ beeinflussen. Weitere Abschreibungen der Bestände sowie fehlende Erträge aus Backwardation würden sich im Ergebnis niederschlagen. Es dürfte nach Ansicht der Analysten schwierig werden, das erste Quartal - trotz guter operativer Entwicklung - mit einem positiven Ergebnis abzuschließen. Auch im Umsatz erwarte man zwangläufig deutliche Rückgänge, wobei der Umsatz aber als Bewertungsmaßstab nicht relevant sei, da hier der Kupferpreis der wesentliche Bestandteil sei. Wichtiger sei der Blick auf die Rentabilität; hier erwarte man weiterhin positive Ergebnisse, die jedoch deutlich unter den Rekordwerten des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen würden. Beim Konzerngewinn rechne man mit einem Rückgang von 37,5% auf 147,1 Mio. Euro.

Die Norddeutsche Affiniere habe angekündigt, dass die Firmenbezeichnung nach der Cumerio-Übernahme in Aurubis AG geändert werde. Die handelsrechtliche Umbenennung werde nach der Hauptversammlung vollzogen. Der neue Name sei aus dem Lateinischen abgeleitet und stehe für rotes Gold. Mit der neuen Firma unterstreiche der Konzern seinen Anspruch, vom europäischen Marktführer zu einem Global Player aufzusteigen.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe würden mit schwächeren Ergebnissen rechnen und da sich die Aktie im Verhältnis zu ihrer Vergleichsgruppe deutlich besser entwickelt habe, sollten kurzfristig Gewinnmitnahmen Druck auf die Aktie ausüben. Langfristig sei das Unternehmen gut aufgestellt, um die Konsolidierung in der Branche zu forcieren. Der Abbau der Nettoverschuldung auf 750 Mio. Euro sei signifikant und mache deutlich, dass die Norddeutsche Affinerie keine Probleme haben dürfte, die langfristige Wachstumsstrategie fortzuführen. Das Kursziel für die Aktie werde von zuvor 35,50 Euro auf jetzt 33 Euro gesenkt.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe empfehlen weiterhin, die Aktien der Norddeutschen Affinerie zu kaufen. (Analyse vom 18.12.2008) (18.12.2008/ac/a/d)




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